Platzmangel, neue wissenschaftliche Erkenntnisse, gesellschaftliche Strömungen zur frühkindlichen Bildung, architektonische Neuheiten, interaktive Bildungsangebote – es ist eine breite Themenvielfalt, die am Anfang einer Produktentwicklung steht. „Wir schauen zuerst quasi von oben auf die Welt und gehen dann immer weiter ins Detail“, sagt Lisa Werner. Die Produktmanagerin ist bei WEHRFRITZ für die Entwicklung der „Möbel mit dem Wow“ mitverantwortlich. Gerade weil so viele Aspekte des Lebens in die Konzeption der Produkte einfließen, bringen diese große Erleichterung für den Alltag in Kindergärten und Krippen.
Der Wow-Effekt tritt ein, weil die Produkte äußerst funktionsoffen sind. Jedes Möbelstück lässt sich für verschiedenste Zwecke nutzen, schnell und intuitiv umbauen, mit anderen Möbelstücken und Utensilien kombinieren. Sie sind robust und so leicht, dass auch Kinder sie verschieben oder tragen können. „Ihr größtes Potenzial entfalten die Möbel mit dem Wow, wenn man sie miteinander und mit anderen Produkten kombiniert“, ist Lisa Werner überzeugt.
Vom Bedürfnis zum Produkt
Aber wie machen sich Produktentwicklerinnen eigentlich auf die Suche nach den richtigen Eigenschaften, Funktionsweisen und Gestaltungen ihrer Schöpfungen? Ausgehend von den eingangs genannten Beobachtungen betrachten sie die Herausforderungen in der Praxis und gehen in den Dialog mit pädagogischem Fachpersonal, führt Lisa Werner aus. „In allen Bildungseinrichtungen sind Räume und Flächen begrenzt. Man hat nicht den Platz, um mit statischen oder sogar festgeschraubten Möbeln alle Bedürfnisse der Kinder wie Rückzugs- oder Bewegungsräume, Spiel- oder Kreativecken abzubilden.“ Architektonisch werde zudem heute stärker auf natürliches Licht, Lärmschutz und Stauraum geachtet, was eine positive Entwicklung sei. Gleichzeitig haben große Fensterfronten, Einbauschränke und Schallschutz an Wänden und Decken den Effekt, dass immer weniger Flächen zur Verfügung stehen, an denen festes Mobiliar platziert werden kann, und kaum noch Löcher gebohrt werden können, um etwas aufzuhängen. Hinzu kommen die pädagogischen Anforderungen: Kinder sollen heute allein oder zusammen mit ihren Erzieherinnen ihr Umfeld gestalten dürfen.
„Wir müssen hin zu flexiblen Strukturen in der Kita. Möbel müssen sich wandeln können, damit sie sich immer den aktuellen Herausforderungen und Bedürfnissen anpassen lassen.“
Lisa Werner - Produktmanagerin bei WEHRFRITZ
Kinder brauchen wandelbare Räume
Die modularen Produkte mit dem Wow entsprechen gerade durch ihre Flexibilität und Multifunktionalität den Ansprüchen zeitgemäßer Bildung. Denn diese wird immer interaktiver, kreativer, individueller. „Das Kind ist Co-Konstrukteur seiner eigenen Bildung“, sagt Bildungsforscher und Pädagoge Prof. Dr. mult. Wassilios E. Fthenakis. Kinder entscheiden heute selbst mit, was sie wann, wie und in welcher Umgebung lernen. Kitas und Schulräume dürfen daher keine starren Strukturen mehr aufweisen. Es müssen Räume sein, die sich verändern und auf die Bedürfnisse der Kinder anpassen lassen.
„Alle Produkte von WEHRFRITZ sind mit bestehenden Möbelserien kompatibel – auch was das Design betrifft“, sagt Lisa Werner. Bewusst habe man die Produkte mit dem Wow nicht einem Raumkonzept zugeordnet oder daraus ein Möbelprogramm konzipiert: „Die Produkte sind für jedes pädagogische Konzept nutzbar und ergänzen jedes Raumprogramm.“ In Zukunft werden sich zu den aktuellen zwölf noch weitere Produkte mit dem Wow gesellen.
Inspiration per Code
Neben den erwähnten Eigenschaften kommt eine digitale Erweiterung hinzu: Die Produkte sind mit einem QR-Code ausgestattet. Über diesen können die pädagogischen Fachkräfte Inspirationen zu den Einsatzmöglichkeiten der Produkte gewinnen oder auch Kombinationen mit weiteren Produkten entdecken. Ein Beispiel: Wie baut man aus dem Flexi-Modul mit einem Schlauch eine Kugelbahn? Oder wie kombiniere ich Podeste, Regale und Mattenbausatz zu einem Schiff? Die Inspiration über den QR-Code ist unendlich erweiterbar, erklärt Lisa Werner: „Dem Kunden werden hier immer wieder neue Anwendungsbeispiele und Inspirationen bereitgestellt.“ Im besten Fall melden die Kundinnen und Kunden auch an WEHRFRITZ zurück, was sie aus den Produkten machen, beispielsweise über Social Media. „So kann ein immer größerer Pool an kreativen Ideen entstehen, der allen zur Verfügung steht“, freut sich die Produktmanagerin.
Wandelbares Flexi-Modul – einmal Staffelei, einmal Kugelbahn.
Sicherheit von Anfang an
In der Produktentwicklung von WEHRFRITZ dauert der kreative Prozess bis zur konkreten Produktidee meist mehrere Monate. „Und dann beginnt es eigentlich erst richtig“, sagt Lisa Werner schmunzelnd. Neben der Ausarbeitung der Gestaltung, Farben, Formen und Materialität werden nicht zuletzt auch Sicherheits- und Qualitätsaspekte betrachtet. „Wir arbeiten eng mit dem TÜV zusammen, damit unsere Produkte von Anfang an sicher sind.“ Vom Außendienst bis zur Produktion seien alle Unternehmensbereiche von WEHRFRITZ in die Entwicklung eines Produkts involviert, sagt Lisa Werner: „Eine echte Teamleistung.“ Dabei sind auch Praxistests und Feedback zentral, um das Produkt auf die realen Gegebenheiten und Bedürfnisse zuzuschneiden. Die Produktmanagerin ist stolz auf die Produkte mit dem Wow, weil es sich um „extrem durchdachte Produkte mit hohen Qualitätsansprüchen“ handele. Genau das sei der Anspruch von WEHRFRITZ. „Wir möchten einfach, dass alle Kundinnen und Kunden bei uns finden, was sie brauchen, um sie bei ihrer Arbeit perfekt zu unterstützen.“